Im Sinne des Jugendschutzes und der Gesundheitsgefährdung, die vom Konsum von Tabakwaren ausgeht, ist eine rechtliche Einschränkung der Werbefreiheit für Tabakprodukte notwendig. Die derzeit bestehenden Werbeverbote für Tabakprodukte sind weitreichend, effektiv und erfahren die Unterstützung des BdZ.

Für eine weitere Verschärfung besteht im Bereich der Zigarrenprodukte keine Notwendigkeit. Weder Jugendschutz noch die Konsumgewohnheiten von Zigarrengenießern machen dies erforderlich.

Die Mitgliedsunternehmen des BdZ vertreiben derzeit rund 2500 verschiedene Produkte. Die Erhaltung dieser enormen Produktvielfalt und der damit verbundenen Arbeitsplätze im Fachhandel machen ein Mindestmaß an Kommunikation mit den Konsumenten erforderlich.

Die aufgrund der Vielfalt notwendige Differenzierung der Produkte bezieht sich auch auf die Verpackung. Da Zigarren mitunter im Hochpreissegment angesiedelt sind, ist eine hochwertige und repräsentative Verpackung seit jeher ein integraler Bestandteil von Zigarrenprodukten. Die Pläne von EU und Weltgesundheitsorganisation (WHO) zur Einführung eines sogenannten „Plain Packaging“, weißer Einheitsverpackungen für alle Tabakwarenprodukte, lehnt der BdZ für Zigarrenprodukte deshalb strikt ab. Der Sinn dieser Maßnahme erschließt sich insbesondere bei einer Anwendung auf Zigarren nicht. Generische Einheitspackungen wären zudem mit dem grundgesetzlich garantierten Recht auf Eigentums-, Berufs- und Meinungsfreiheit schwerlich vereinbar.

Dasselbe gilt für die Pläne zur Einführung eines Verbots der Ladenpräsentation von Tabakwaren. Diese von der WHO geforderte und bereits in Norwegen eingeführte Praxis kommt einer vollkommenen Kriminalisierung des Kaufs von Tabakprodukten gleich.

Sowohl die Einführung weißer Einheitsverpackungen wie auch ein Verbot der Ladenpräsentation würden den Absatzmarkt für Zigarren stark betreffen. Aufgrund der großen Produktvielfalt und der wichtigen Rolle der Beratung im Fachhandel käme die Einführung der benannten Maßnahmen einem Aus für den nationalen Absatzmarkt gleich und würde einen massiven Verlust von Arbeitsplätzen in der Zigarrenindustrie und im Fachhandel nach sich ziehen. Insbesondere die Existenz der kleinen und mittelständischen Hersteller, die auf Nischenprodukte in kleinen Auflagen spezialisiert sind, wäre von diesen Maßnahmen bedroht.

Der BdZ tritt dafür ein, dass es auch in Zukunft weiterhin möglich bleibt, in dem bestehenden, ohnehin stark beschränkten Rahmen für legale Produkte zu werben. Des Weiteren lehnt der Verband Pläne zur Einführung weißer Einheitsverpackungen und Einschränkungen im Verkauf strikt ab.